Als Tobias Kälin (1896 – 1969) vom „Schäfli" in Gross im Jahre 1934 seine eigene Firma gründete, war das eine eigentliche Pioniertat. Damals gab es nämlich in den wenigsten Häusern eine Zentralheizung und auch das „laufende" Wasser war noch in vielen Haushalten keine Selbstverständlichkeit. Auch befassten sich damals in der Schweiz nur wenige Firmen mit Zentralheizungen. So war das Arbeitsgebiet von Tobias Kälin recht breitgefächert und reichte sogar bis in den Kanton Tessin. Mit den Jahren fasste die bewährte Zentralheizung auch in Einsiedeln und Umgebung immer mehr Fuss. In den meisten Neubauten ab etwa 1950 gehörte diese Heizungsart zum neuzeitlichen Standardausbau. Gleichzeitig wurden auch immer mehr Altbauten durch die Zentralheizungen wohnlicher gemacht. Für die Firma war dies eine entsprechende Herausforderung. Bald halfen auch die Söhne im väterlichen Betrieb wacker mit und wandelten dadurch die Firma in einen eingespielten, leistungsfähigen Familienbetrieb um.

                                                  Inserat im "Neue Einsiedler Zeitung" vom 16. Mai 1958

                                                                  

 

Foto 1:

Belegschaft 1962 beim Lukmanier mit von links: Josef Kälin, Noldi Kälin jun., Willi Petrig, Paul Steinauer, Tobias Kälin, Louis Kälin, Arnold Kälin und Werner Kälin

Der kameradschaftliche Umgang auf den diversen Arbeitsplätzen mit den verschiedenen Handwerkern war sprichwörtlich und erleichterte manche hilfreiche Handreichung. Oftmals wurden vermeintliche Probleme freundschaftlich und sogar mit viel Humor auf einfache praktische Art gegenseitig gelöst.

Foto 2:

Verlegung des Oeltanks für LG-Block an der Wänibachstrasse 1973 mit u.a. links Maurerpolier Martin Kälin und rechts Noldi Kälin

Anno 1953 zügelte die Firma aus betrieblichen Gründen vom „Schäfli" in Gross in das Haus „Lukmanier" an der Ochsnerstrasse 3 nach Einsiedeln. Viele Neubauten wie die Firma Landis und Gyr, die Möbelfabrik Zehnder, die diversen Überbauungen mit Wohnblocks, die zahlreichen Um- und Neubauten der öffentlichen Hand, sowie rund 90% aller Gasthäuser in der Region wurden  mit bewährten Heizungsanlagen von der  einheimischen Firma Tobias Kälin ausgestattet.

Foto 3:

Verlegung Oeltank beim Dorfzentrum mit von links: Arnold Kälin und die Einsiedler Originale August Hensler (Gängel), Emil Wenk (Schuhmacher), Karl Birchler (Rösslikari), Alfred Kälin (Fredy Scheim oder Schwyzerhüsli) als aufmerksame Beobachter 1973

Nach dem Ableben von Seniorchef Tobias Kälin-Lienert 1969 wurde der Familienbetrieb in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und trägt seither den Namen Tobias Kälin AG. Sohn Arnold Kälin-Lienert (1920-1981) führte den Betrieb, während die beiden Brüder Tobias und Louis ihr berufliches Können, zusammen mit einer erfahrenen Arbeiterschaft, der  treuen Kundschaft unter Beweis stellten.

Foto 4:

Verlegung Bodenheizung Brauerei Rosengarten 1973 mit von links: Arnold Kälin, Louis Kälin, Tobias Kälin (kniend), Noldi Kälin, Josef Kälin, Willi Petrig, Hanspeter Kälin, unbekannt, Anton Kälin und Werner Kälin

Nach dem allzu frühen und plötzlichen Hinschied von Arnold Kälin-Lienert im Jahre 1981 übernahmen seine Söhne Arnold (Noldi) und Hanspeter die Führung des vielschichtigen Betriebes im Lukmanier. Dank einer eingespielten Belegschaft und den allen bekannten Arbeitsräumen erfolgte der zwangsläufige Übergang an die Söhne reibungslos. Auch für die treue Kundschaft änderte sich kaum etwas.

Foto 5:

Belegschaft 1985 mit von links: Noldi Kälin, Bruno Garaventa, Karl Rogenmoser, Louis Kälin, Hanspeter Kälin, Bruno Bisig und Willi Petrig

Foto 6:

Verlegung der Bodenheizung in der Sporthalle Brüel 1988

2008 verkauften altersbedingt die Gebrüder Arnold jun. und Hanspeter Kälin die Firma Tobias Kälin AG an ihren Mitarbeiter Arne Lienert, Euthal, und an den bislang selbständigen Heizungsinstallateur, Martin Kauter, Gross. Sie führen den Betrieb gemeinsam zu gleichen Teilen. Die bisherige, erfahrene Belegschaft wurde  von den beiden neuen Eigentümern übernommen. So blieben die einsatzwilligen Mitarbeiter dem Geschäft weiterhin erhalten. Zusammen mit der Geschäftsleitung bilden sie  den Grundstock für eine solide Betreuung der langjährigen treuen Kundschaft. Eine Weiterführung des Betriebes im bekannten Rahmen ist dadurch auch in Zukunft gewährleistet.

Die im Lukmanier zu eng gewordenen Räumlichkeiten machten mit der Zeit die  Arbeitsabläufe umständlich und unnötig aufwendig. Es drängte sich immer mehr eine grundsätzliche Verlegung des Betriebes auf, zumal die Eigentümer der Liegenschaft eine andere Nutzung anstrebten.

Nach einer Übergangsfrist von gut vier Jahren hat die Firma im Frühjahr 2012 ihren neuen Standort im modern und zeitgemäss eingerichteten Gebäude der Malerei Bingisser im Kobiboden 63 bezogen. Die Räumlichkeiten und die Einrichtungen entsprechen den heutigen Bedürfnissen für einen konkurrenzfähigen Betrieb. Neben grosszügigen Lager- und Werkstatträumen stehen nun auch geräumige Bürolokalitäten zur Verfügung. Unter diesen Voraussetzungen können die Arbeitsplanung und die Arbeitsabläufe wesentlich rationeller abgewickelt werden. Überdies decken Nasszellen sowie ein passender Aufenthaltraum die Bedürfnisse der meist langjährigen und erfahrenen Mitarbeiter ab tragen zu einem guten Arbeitsklima bei.

Die ständig wachsenden Bedürfnisse und Anforderungen im Heizung- und Sanitärbereich erforderdern eine umfassende Beratung und fachmännische Ausführung der gewünschten Anlagen. Eine entsprechende, ständige Weiterbildung der Führung und der Mitarbeiter ist für den Betrieb ein absolutes Muss. Sie bildet die beste Garantie für eine erfolgreiche Zukunft.

Seit September 2015 ist Arne Lienert alleiniger Inhaber der Tobias Kälin AG. Er ist mit seinen Mitarbeitern bestrebt, alle Kunden weiterhin prompt und kompetent zu bedienen.




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